Stand der Dinge

Man nimmt sich so viel vor, für den Tag, die Woche, den Monat oder das ganze Jahr. Es ist so viel Neues, was man ausprobieren möchte. Es sind so viele Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Es sind unzählige Ideen, die einen begeistern und tatkräftig ans Werk gehen lassen. Ebenso sind es oftmals diese vielen Ideen, die einen von den eigentlichen vorangigen Zielen ablenken. Diese Seite hier zum Beispiel habe ich vor fast einem Jahr erstellen lassen (oder sind es sogar schon zwei?). Ich hatte das Ziel, meine Produkte auch online zu verkaufen. Doch egal wie oft ich mir morgens vornehme „heute stelle ich mal ein / zwei Produkte online“ so schaffe ich es immer wieder, andere Dinge dazwischen zu schieben. Es kommt immer etwas „dazwischen“. Und am Ende des Tages? Dann ist die Aufgabe immer noch unerledigt, dann schiebe ich diese mal wieder auf den nächste Tag / Woche / Monat. Stattdessen habe ich mich lieber an die neuen kreativen Ideen gesetzt, die mir über den Weg gelaufen sind.

Ja okay, ich gebe zu, dass es mit diesem Onlineshop nicht voran geht. Wenn ich ehrlich bin, wird es wohl eher ein langfristges Projekt 😉 Aber insgesamt ist einiges passiert:

Mein Atelier in der Bremerstr. 59 ist mittlerweile zu einem richtig schönen, kreativen Ort geworden. Es ist zugleich ein Coworking-Space, wo nicht nur ich, sondern auch andere ihre Ideen mit mir zusammen umsetzen können. Seit August habe ich zusammen mit Nelekön ein Regalbrett im Café „kleines Glück“, auf dem ich einige meiner Produkte präsentiere und zum Verkauf anbiete. Zeitgleich hat sich auch im Café de Maria ein Ort für mich aufgetan, an dem ich Kleinigkeiten verkaufen kann. Es ist sogar ein weiterer Arbeitsplatz für mich geworden. Ich sitze häufig an der großen Tafel, nehme meine Arbeiten mit dorthin und produziere. Was teilweise schon zu ganz spannnenden Gesprächen geführt hat. Und nicht nur das! Ich konnte darüber hinaus sogar das Eine oder Andere direkt „an den Mann“ bringen.

Das Café de Maria ist wohl auch der Ort, der mein Jahr 2017 am meisten geprägt hat. Ich kann nicht sagen, wie und wann es passiert ist, aber mit einem Mal ist dieses kleine Café samt Inhaberin zu einer Konstanten geworden. Plötzlich hat sich diese Konstante fest mit meinem Leben verflochten, die mir so Stoff und Input gibt. Moment mal, wie war das mit den vorgenommenen Aufgaben und den Ideen, die einen davon abhalten? …

Und dann ist da noch dieses „Pop Up“…